Ablauf einer Yogastunde
Wer sich noch nicht so sehr mit Yoga beschäftigt hat, wird sich vielleicht Fragen, was Yoga eigentlich ist und wieso jetzt plötzlich so viele Menschen Yoga üben.
Einige denken vielleicht, Yoga hat was mit Yucca Palmen oder Joghurt zu tun . Andere denken, dass beim Yoga stundenlang im Schneidersitz laut OOOmmm gesummt wird. Wieder andere denken, dass beim Yoga der Körper hoffnungslos verknotet wird.
Während das erste natürlich eher abwegig ist, stimmt das andere zum Teil.
Yoga ist ursprünglich ein spiritueller Weg. Um irgendwann zur Erleuchtung zu gelangen, muss viele Stunden am Tag im Lotussitz meditiert werden. Das bedeutet: Bevor lange im Lotussitz verharrt werden kann, sollte der Körper beherrscht werden. Das wird mit dem Hatha-Yoga erreicht, dem körperlichen Yoga. Und klar, wenn man den Körper beherrscht, kann man auch die verrücktesten Verbiegungen machen.
Wer das möchte, kann das selbstversändlich tun.
Aber unser Ziel ist das jetzt nicht!
Unser Ziel ist es Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Das bedeutet:
.....damit wir uns fit und gesund fühlen.
Und das ist doch sehr erstrebenswert, oder? Dazu müssen Sie sich weder verbiegen und auch nicht stundenlang meditieren.
Ablauf einer Yogastunde (die kurze Version)
Anfangsentspannung
Atemübungen (Pranayama)
Körperstellungen (Asanas)
Tiefenentspannung
Ein 90minütige Yogastunde: (ausführliche Version)
Anfangsentspannung
Pranayama - Atemübungen
Der Mensch atmet durchschnittlich täglich etwa 25920 Mal. Über den Atem nehmen wir den wichtigen Sauerstoff, aber auch Prana, Lebensenergie, auf. Durch Stress, Verspannungen, falsche Körperhaltung und schlechte Angewohnheiten atmen die meisten Menschen zu flach. Sie geben so ihrem System zu wenig Sauerstoff, was zu Ermüdung führen kann.
Yoga
hilft, wieder zu einer natürlichen Atmung zurückzukehren. Mit speziellen
Atemübungen kann die Lebensenergie jederzeit wieder aufgebaut werden. Über
Atemtechniken kann man auch Lampenfieber, unberechtigte Ängste, Verstimmungen
und Reizbarkeit überwinden.
Erwärmung: Surya Namaska, der Sonnengruß
Asanas - Yoga-Stellungen
Asanas sind
Körperübungen, bei denen eine bestimmte Stellung gehalten wird.
Beim Halten der Stellungen können sich die positiven Wirkungen auf den gesamten
Organismus besser entfalten.
Wichtige Stellungen im Yoga sind: Umkehrhaltungen, Vorwärtsbeugen,
Rückwärtsbeugen und Drehungen der Wirbelsäule, sowie Gleichgewichtsübungen. Die
Übungen ergänzen einander und werden in einer für die Wirbelsäule sinnvoll
geordneten Reihenfolge geübt. Der ganze Körper wird dabei gedehnt und
gekräftigt und ein ausgeglichenes Körpergefühl entsteht.
Asanas entwickeln auf sanfte Art Muskelstärke, Flexibilität und Körperbewusstsein.
Durch das ruhige Halten der Stellungen werden Blockaden gelöst und die Funktion
der inneren Organe verbessert. Yoga Asanas sind eine ausgezeichnete Vorbeugung
gegen Krankheiten und können andere Therapien in ihrer Wirksamkeit
unterstützen.
Tiefenentspannung
Wichtig beim Üben
von Yoga ist ein leerer Magen, die letzte Mahlzeit sollte ca 1-2 Stunden
zurück liegen. Wenn es nicht möglich ist kann man vor Stunde vorher
etwas Leichtes zu sich nehmen.
Tragen Sie bequeme, dehnbare Kleidung ohne Gürtelschnallen und große Knöpfe. Warme
Socken und ein warmer Pullover sind für
die Entspannung hilfreich.