Hier entsteht eine Sammlung von Yoga-Artikel, die ich ganz interessant finde:
1. Was am Yoga wirklich stört
2. Yoga fürs Immunsystem - Nie wieder erkältet!
3. Yoga lindert Schmerzen
FAZ Zeitungsartikel:
Was am Yoga wirklich stört
Ferienzeit.
Jetzt kann man alte Sportarten wieder aufnehmen
und mit neuen anfangen. Yoga vielleicht, das gibt es zuhause, am Meer und am
See, und hinter den Bergen. Das ubiquitäre Yoga, immer mehr Leute in der
nächsten Umgebung reden davon.
Aber - was soll das eigentlich bringen, sich auf
einer kleinen Matte zwischen lauter anderen zu verrenken ?
Leuten, die zugegeben nicht mehr überwiegend Hollywood-Schauspielerinnen oder Vorabendserien-Akteure sind, keine Tänzer, keine Hippies, keine esoterischen Spinner, sondern Anwälte, Vertriebschefinnen, Schlagzeuger, Werber, Erzieherinnen, Lehrer, Sekretärinnen.
Warum machen die das alle?
Wird man davon
eigentlich heilig oder doch bloß scheinheilig? Ein besserer Mensch oder hat man
wenigstens besseren Blutdruck?
Die Yogaliteratur von Journalisten ist umfangreich:
Berichte von Selbstversuchen, Lobeshymnen und ihre Gegenschriften, Spott-Tiraden und Schmäh-Artikel. Wer das überschaut könnte annehmen, die westliche Welt würde irgendwann in mittelfristiger Prognose nur noch aus Yogalehrern bestehen und ein paar unbelehrbaren Yogaverächtern.
Ja, aber wen unterrichtet diese
zertifizierte Yogi-Population dereinst noch?
Und was hat man denn nun vom Yoga?
Wen die alle unterrichten, keine Ahnung, aber die einfache Antwort auf die
zweite Frage kommt, es ist eine prima Antwort.
Bloß klingt sie fast zu gut, um wahr zu sein:
Yoga macht schön, stark und klug im Sinne von gelassen. Jeden.
Schön heißt, man sieht entspannt, gut durchblutet, aufgerichtet und
wohlproportioniert aus, elastisch.
Stark heißt, man steht mit beiden Füßen fest
auf der Erde, verliert auf einem allein nicht gleich die Balance und in
Situationen, die anstrengen, nicht gleich die Nerven, weil man körperliche
Belastungsproben zu mentalen gemacht und sie öfters bestanden hat.
Gelassen
heißt eben dieses „gelassen". Nicht gleich toben, nicht gleich weglaufen,
standhalten, hindurchgehen, „es" meistern.
Yoga ist eine uralte
körperliche Praxis, die so gut funktioniert, als wäre sie gerade eben für die
Gegenwart erfunden.
Aha, sagen die Skeptiker, es ist also doch bloß eine neue
Art Aerobic! Einst rief Jane Fonda, heute jeder Star, der auf sich hält. Ja und
nein. Es ist viel mehr als Gymnastik und ganz anderes, aber für den Anfang
genügt es vollkommen, Yoga als eine Art Training zu betrachten: Es fördert,
richtig gelernt, einen kräftigen, geraden und beweglichen Rücken, es löst
Nacken- und Schulterverspannungen, baut eine angenehme Körpergrundspannung auf,
es vertieft die Atmung.
Es ist dabei für alle vom ersten Tag an wohltuend.
Toll, toll, toll.
Das Dumme ist nur, dass an dieser Stelle schon viele abschalten und innerlich „blablabla" flüstern, weil sie es nicht glauben können.
Das ist aber wirklich der einzige Nachteil des Yoga: MAN MUSS ES EINMAL SELBER AUSPROBIEREN. DANN WIRD MAN ES SELBST SEHEN.
Keine weiteren Bücher und Zeitungsartikel durchgoogeln und querlesen. Hier den Blog wegklicken und ein Studio suchen.
Oder doch erst noch schnell zuende lesen, denn der Film „Im Kopfstand zum Glück" von Irene Graef, der im Frühling in die Kinos kam und am Ende dieses Sommers auf DVD erscheinen wird, ist wie gemacht, um einen ersten guten Eindruck von Yoga zu vermitteln. Was kein Buch kann, tut dieser Film. Graef nimmt ihre Zuschauer mit in den Unterricht und macht sie mit den Motiven, Zielen und Lebenshintergründen einzelner Schülern einer Yogalehrerausbildungsklasse von Patricia Thielemann vertraut. Das Interessante daran ist, diese Schüler wollen ihre Berufe gar nicht aufgeben und in einen Ashram ziehen. Sie sind sich nur sicher, dass Yoga gut ist und wollen so viel mehr davon, als eine wöchentliche Stunde und ein Workshop ab und zu ihnen geben könnte. Sie wollen Yoga selbständig praktizieren und in ihre Leben integrieren können und das gelingt am Ende auch. Es wird geübt, geübt, geübt, kritisiert und gelacht. „Du willst zu viel auf einmal", sagt Thielemann etwa an einer Stelle zu einem Schüler, nachdem er eine Lehrprobe absolviert hat, „und dabei siehst Du aus wie Hamlet, bevor er überlegt, ob er seinen Stiefvater erschießt." Das bringt doch ein paar Probleme der modernen Existenz recht gut auf den Punkt.
http://www.imkopfstandzumglueck-derfilm.de
Veröffentlicht 07. Juli 2011, 14:17 von Wiebke Hüster
Quelle: FAZ
Nie mehr Husten, Schnupfen, Halsweh – auf Erkältungen würde wohl jeder gern für immer verzichten. Zumal es uns im Schnitt mindestens zweimal pro Jahr trifft, vor allem mit Beginn der kälteren Monate. Wie man dagegen effektiv vorbeugt, wissen Yogis aus Indien schon seit vielen Jahrtausenden. „Yoga baut auf den elementaren Pfeilern des Immunsystems auf: Entspannung, Atmung, Meditation und Körperübungen“, erklärt Dr. Peter Schleicher, Immunologe aus München.
Seit auch in Europa und Nordamerika Yoga praktiziert wird, wissen wir, dass es unser Körperbewusstsein verändert. Man lernt, seine Muskeln, Knochen und Organe besser wahrzunehmen. Aber Yoga beeinflusst auch medizinisch relevante Werte. „Das lässt sich vor und nach einzelnen Yoga-Übungseinheiten messen“, so Schleicher. Regelmäßiges Üben vermehrt den Anteil der im Blut fließenden Immunzellen um bis zu 15 Prozent. Zudem steigern Atemübungen die körperliche Energie nachweislich. Und Meditation sorgt für emotionalen Ausgleich, der alle hormonellen und immunologischen Körpersysteme harmonisiert. Für den Münchner Arzt die Grundvoraussetzungen für eine stabile Abwehr.
Das Wissen um die Wirkung von Yoga basiert auf zahlreichen internationalen Untersuchungen. So bestätigt eine aktuelle große Studie der Columbia Universität in New York die gesundheitsfördernde und lebensverlängernde Wirkung. „Das Resultat: Yoga wirkt entzündungshemmend, antioxidativ, reduziert Stress und fördert Körpersubstanzen, die regenerativ wirken“, erklärt Dr. Martina Bley, Ärztin, Wissenschaftlerin und Yogalehrerin aus Berlin. Sie ist verantwortlich für die Forschung beim Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY).
Yoga mit seinen vielen unterschiedlichen Ausrichtungen, wie Hatha und Kundalini, eignet sich zur Vorbeugung gegen viele Zivilisationskrankheiten, beispielsweise Herz- Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Da der gesamte Organismus angesprochen wird, hilft es zudem, Erkältungen zu vermeiden. Aber Bewegung allein macht den positiven Effekt für die Gesundheit nicht aus. „Der Vorteil, den Yoga gegenüber vielen Sportarten hat, ist eindeutig“, sagt Kerstin Leppert, Kundalini-Yoga-Lehrerin und Buchautorin aus Hamburg (siehe Buchtipp Seite 97): „Durch Kundalini- Yoga wird die gesamte Lebensenergie, das sogenannte Prana, aktiviert. Es ist zuständig für die Kontrolle von Körpertemperatur, Kreislauf und Herzschlag sowie die Reinigung der Lunge. Wer seine Lebensenergie steigert, hat auch mehr Kraft, Gesundheit und Ausdauer.“ Im Gegensatz dazu trainiert man beim Sport nur körperliche Aspekte wie Muskulatur und Kondition. Ihre eigene, robuste Gesundheit bestätigt die Yogalehrerin: „Seit acht Jahren gebe ich Kurse, und ich bin in dieser Zeit nur einen einzigen Tag wegen Krankheit ausgefallen.“ Da verwundert es kaum, dass die Hamburgerin für Yoga auf Rezept ist.
„Das würde auch ich absolut befürworten“, erklärt Immunologe Schleicher. „Wo Krankengymnastik und Massagen helfen, kann Yoga häufig genauso gut, manchmal sogar besser wirken. Wobei es wichtig ist, dass man freiwillig zum Yoga findet.“ Selbst der Medikamentenkonsum würde geringer, wenn man regelmäßig seine Übungen macht. „Es kommt zu weniger Infekten, und man braucht auch weniger Antibiotika“, so Schleicher. Eine Studie von Dr. Bley an den Berliner Universitäten bestätigt das Gleiche für Blutdrucksenker, Schlaf- und Schmerzmittel.
Wer sich zum ersten Mal mit Yoga beschäftigt und sich unsicher fühlt, sollte sich laut BDY zunächst von Profis anleiten zu lassen (Verzeichnisse finden Sie z. B. unter www.yoga.de und www.3ho.de). Auf den folgenden Seiten zeigen wir Übungen für einzelne Organe, die die Abwehr stärken können. Sie brauchen dazu nur eine Yogamatte und bequeme Kleidung.
Yoga fordert den schmerzenden Körper auf sanfte Art
Die Studie ist im Fachmagazin „Pain“ erschienen.
pap